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 | | Blindenfußball: Stuttgart erneut Meister/ Furioses Saisonfinale beim FC St. Pauli | | | | [07.06.10] Der Deutsche Meister im Blindenfußball kommt auch im Jahr 2010 aus Baden-Württemberg. Mit 2:1 setzte sich der Vorjahressieger MTV Stuttgart gegen das Team des ISC Viktoria Dortmund durch und sicherte sich damit erneut den Titel. An einem furiosen Spieltag bei bestem Sommerwetter fanden Ligaschirmherr Uwe Seeler und viele hundert Besucher den Weg zu den Sportplätzen im Schatten des Millerntor-Stadions. | | | | |  |  |  |  | Ehrte den neuen Deutschen Meister: DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg |  |
| „Stuttgart, Stuttgart“ und „We are the Champions“ schallte es kurz nach 15 Uhr aus den Lautsprechern. Das Team des MTV Stuttgart hatte es erneut geschafft. In einem spannenden Finale setzte sich die Truppe aus der Landeshauptstadt gegen den direkten Verfolger ISC Viktoria Dortmund durch. Bei einem eigenen Punktgewinn wäre Dortmund Meister gewesen. "Das war am Ende ein knappes Spiel, aber wir haben einen Leistungsanspruch und haben sehr verdient gewonnen. Wir werden uns auf diesem Titel nicht ausruhen. Vielleicht können wir ja auch in der Champions League etwas reißen", freute sich MTV-Trainer Pfisterer während der Meisterfeier. Zuvor hatte die Mannschaft aus den Händen von DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg, dem DBFV-Sozialreferenten Reiner Delgado und DBS-Vizepräsident Ludger Elling den Meisterpokal entgegen genommen.
| |  |  |  |  | Gern gesehener Gast: Ligaschirmherr und Stiftungskurator Uwe Seeler |  |
| Bereits am Vortag besuchte Liga-Schirmherr Uwe Seeler die Aktiven. Der DFB-Ehrenspielführer und langjährige Kurator der Sepp Herberger-Stiftung zeigte sich begeistert: „Das sportliche Niveau der Aktiven ist beeindruckend. Ich bin ein großer Freund des Blindenfußballs und besonders stolz, dass der letzte Spieltag in meiner Heimatstadt Hamburg ausgetragen wird“.
| |  |  |  |  | Spannende Spielszenen im Schatten des Millerntorstadions |  |
| Der letzte Spieltag wurde in Kooperation mit dem FC St. Pauli durchgeführt. Bereits seit dem Jahr 2006 gehören blinde und sehbehinderte Menschen zur Vereinsfamilie des Bundesligisten. „Vor vier Jahren kam es zur Gründung der Abteilung für Tor- und Goalball. Daraus entstand dann das Blindenfußball-Team, das direkt in die Herrenfußballabteilung unseres Vereins integriert ist und einmal jährlich ein eigenes Turnier veranstaltet“, informiert Matthias Bodeit, der Amateurvorstand des Bundesligisten. „Das Blindenfußball-Team besteht derzeit aus rund 25 Aktiven, die regelmäßig trainieren und bundesweit an vielen Aktionen teilnehmen“, so Bodeit weiter. Der FC St. Pauli ist hier ein hervorragendes Beispiel für die integrative Kraft des Fußballs, wie Karl Rothmund, der zuständige DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik und in dieser Funktion auch Vorsitzender des Vorstands der ältesten deutschen Fußballstiftung betont: „Das Engagement des FC St. Pauli ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass immer mehr blinde und sehbehinderte Menschen den Weg in die Mitgliedsvereine des DFB finden. Eine neue und interessante Facette der gesellschaftlichen Integration durch Fußball, die wir sehr gerne unterstützen.“
Auch Ludger Elling, DBS-Vizepräsident und ehemaliges Mitglied des Ligavorstands der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga, zeigte sich von der positiven Entwicklung der Liga und dem Engagement der teilnehmenden Mannschaften sehr beeindruckt: „Neben dem Ausrichter des Finalspieltages FC St. Pauli gilt meine Anerkennung allen Mannschaften, die an dieser Spielserie teilgenommen haben. Ihr seid die Botschafter dieser Erfolgsgeschichte in Deutschland.“
Am Ende des Spieltages zogen alle ein positives Fazit. Die Blindenfußball-Bundesliga Saison 2010 war insbesondere auch mit dem Tag des Blindenfußballs ein großer Erfolg für diese faszinierende Facette des Fußballs.
Die Ergebnisse des letzten Spieltags: SG Saar 05/Eintracht Braunschweig - BFW Würzburg 0:1 VfB 09/13 Gelsenkirchen - ISC Viktoria Dortmund 0:2 Chemnitzer FC - SSG Blista Marburg 0:4 LFC Berlin - SG Saar 05/Eintracht Braunschweig 1:0 FC St. Pauli - MTV Stuttgart 0:5 VfB 09/13 Gelsenkirchen - Würzburg 0:3 SSG Blista Marburg - LFC Berlin 0:2 Chemnitzer FC - FC St. Pauli 0:0 MTV Stuttgart - ISC Viktoria Dortmund 2:1
Mehr zum Thema: - Fotogalerie - Video "DBFL: MTV Stuttgart wird Deutscher Meister" auf DFB-TV - Video "DBFL: Letzter Saison-Spieltag" auf DFB-TV
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 | | Blindenfußball-Bundesliga: Letzter Saison-Spieltag mit Meisterehrung in Hamburg | | | [02.06.10] Die Spannung steigt: Am kommenden Sonntag gegen 15 Uhr wird der neue Deutsche Meister im Blindenfußball feststehen. Alles deutet auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem MTV Stuttgart und dem ISC Viktoria Dortmund hin. Die beiden Spitzenteams treffen im letzten Saisonspiel am Sonntag im direkten Duell aufeinander. Die Spiele werden ausgetragen auf einem Kunstrasenplatz im Schatten des Millerntorstadions, Feldstraße 71, 20359 Hamburg.
| | | | |  |  |  |  | Wer jubelt am Sonntag in Hamburg? |  |
| Der Spieltag in der Hansestadt wird engagiert unterstützt durch den FC St. Pauli. Bereits seit dem Jahr 2006 gehören blinde und sehbehinderte Menschen zur Vereinsfamilie des Bundesligisten. „Vor vier Jahren kam es zur Gründung der Abteilung für Tor- und Goalball. Daraus entstand dann das Blindenfußball-Team, das direkt in die Herrenfußballabteilung unseres Vereins integriert ist und einmal jährlich ein eigenes Turnier veranstaltet“, informiert Matthias Bodeit, der Amateurvorstand des Bundesligisten. „Das Blindenfußball-Team besteht derzeit aus rund 25 Aktiven, die regelmäßig trainieren und bundesweit an vielen Aktionen teilnehmen“, so Bodeit weiter. Getreu ihrem Stiftungsleitziel, die integrative Kraft des Fußballs für die Gesellschaft zu nutzen, möchte die Sepp Herberger-Stiftung durch ihr Engagement blinden und sehbehinderten Menschen insbesondere auch den Zugang in die mehr als 26.000 DFB-Mitgliedsvereine ermöglichen. Dafür ist der FC St. Pauli ein hervorragendes Beispiel, wie Karl Rothmund, der zuständige DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik und in dieser Funktion auch Vorsitzender des Vorstands der ältesten deutschen Fußballstiftung betont: „Das Engagement des FC St. Pauli ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass immer mehr blinde und sehbehinderte Menschen den Weg in die Mitgliedsvereine des DFB finden. Eine neue und interessante Facette der gesellschaftlichen Integration durch Fußball, die wir sehr gerne unterstützen.“
| |  |  |  |  | Besucht den Endspieltag in seiner Heimatstadt: Stiftungskurator und DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler |  |
| Den Endspieltag in Hamburg wird auch Uwe Seeler besuchen. Das Hamburger Fußballidol wird am Samstag, 05.06.10, von 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr erwartet. Seeler ist seit ihrer Gründung als Kurator und Botschafter für die Herberger-Stiftung aktiv und seit 2008 Schirmherr der DBFL: „Ich bin fasziniert von dieser Art des Fußballspiels. Mich beeindrucken besonders das Ballgefühl und die Orientierungsfähigkeit der Spieler. Die sportlichen Leistungen der Blindenfußballer verdienen das höchste Maß an Respekt und Anerkennung“, so der DFB-Ehrenspielführer. Die Ehrung des Deutschen Meisters im Blindenfußball werden DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und DBS-Vizepräsident Ludger Elling vornehmen.
Die Paarungen des Spieltags in Hamburg:
Samstag, 5. Juni 2010 10.00 Uhr SG Saar 05/Eintracht Braunschweig – BFW Würzburg 12.00 Uhr VfB 09/13 Gelsenkirchen – ISC Viktoria Dortmund 14.00 Uhr Chemnitzer FC - SSG blista Marburg 16.00 Uhr LFC Berlin - SG Saar 05/Eintracht Braunschweig 18.00 Uhr FC St. Pauli – MTV Stuttgart
Sonntag, 6. Juni 2010 09.00 Uhr VfB 09/13 Gelsenkirchen - BFW Würzburg 10.30 Uhr SSG blista Marburg – LFC Berlin 12.00 Uhr Chemnitzer FC - FC St. Pauli 13.30 Uhr MTV Stuttgart - ISC Viktoria Dortmund | |
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 | | Tag des Blindenfußballs: Deutschland schlägt die Türkei 3:2 / Rekordkulisse und viel Prominenz | | | | [21.05.10] Großer Bahnhof für den Blindenfußball: Der Bundestagspräsident, der Bundesinnenminister, die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, zahlreiche Abgeordnete und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes wollten das Spektakel vor dem Reichstagsgebäude nicht verpassen. Der Tag des Blindenfußballs war ein voller Erfolg für den Behindertensport in Deutschland. | | | Fußballer möchten zeigen, was sie können, egal ob sie blind sind oder sehend. Und so war für Alexander Fangmann der "Tag des Blindenfußballs" am Donnerstag in Berlin denn auch vor allem "eine gute Bühne, eine Chance, unser Können zu präsentieren".
| |  |  |  |  | Historische Kulisse für den Blindenfußball: Die Aktiven vor dem Reichstagsgebäude in Berlin |  |
| Direkt an den Stufen des Reichstagsgebäudes hatte die DFB-Stiftung Sepp-Herberger in Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband das 20 mal 40 Meter große Kunstrasenfeld der Blindenfußballer aufgebaut. Neun Tonnen Granulat sind in Zusammenarbeit mit Desso Sports Systems nachts noch ausgestreut worden. „Die Bühne“, die der angeschlagene Kapitän der deutschen Nationalmannschaft ansprach, war also in der Tat imposant. Und historisch passend für das erste Heimspiel der deutschen Blindenfußballer.
"Sie können mir glauben, wir können uns vor Anfragen nicht retten. Verbände und Firmen wollen hier vor dem Reichstag ihre Veranstaltung abhalten, und natürlich müssen wir meistens absagen. Diese Anfrage habe ich aber gerne akzeptiert, denn wir wollen heute ein Zeichen setzen“, sagte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, als er den "Tag des Blindenfußballs" am Donnerstag um 11 Uhr eröffnete. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte die Schirmherrschaft übernommen. Als Höhepunkt traf die deutsche Blindenfussball-Nationalmannschaft auf die Türkei und setzte sich 3:2 (1:0) durch. Den Siegtreffer erzielte vor der Rekordkulisse von rund 2.000 Zuschauern der Kölner Michael Wahl drei Minuten vor Spielende.
Vier Jahre nach einem ersten Demonstrationswettbewerb in Berlin kehrte der Blindenfußball in die Hauptstadt zurück. Der Rasselball rollte vor dem Parlamentsgebäude als sicht- und hörbares Zeichen, dass der Sport in der Mitte der Gesellschaft angekommen war.
Deutschland gehört zur Elite Europas
| |  |  |  |  | Erhielten den Ehrenpreis der Bundeskanzlerin: Bayram Dogan und Holger Stäbel vom VfB Gelsenkirchen |  |
| Seit der Geburtsstunde des deutschen Blindenfußballs ist viel geschehen. Eine Nationalmannschaft und eine Bundesliga wurden gegründet. „Vor vier Jahren haben wir noch rumgestümpert, jetzt bin selbst ich manchmal über die Ballfertigkeit meiner Spieler verblüfft“, sagte Ulrich Pfisterer, Trainer der deutschen Nationalmannschaft, die mittlerweile zu den besten fünf Teams in Europa zählt. Die Qualifikation für die Paralympics 2012 in London ist das nächste große Ziel. „Wir sind blinde Leistungssportler, dieser Fokus muss deutlich werden“, sagt Pfisterer, der auch den Meister MTV Stuttgart trainiert.
| |  |  |  |  | Lobt die Arbeit der Herberger-Stiftung: Bundesminister Dr. Thomas de Maizière |  |
| „Die Sepp-Herberger-Stiftung hat dem Blindenfußball in Deutschland Rang und Namen verschafft. Das Engagement des DFB ist wesentlich dafür, dass die Sportart bekannt wurde und sich weiter entwickelt“, betonte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, der wie auch die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag die laufende Sitzung des Parlaments verlassen hatte, um die deutsche und türkische Nationalmannschaft zu begrüßen, die am Nachmittag vor dem Reichstag zu einem Länderspiel, dem Heimdebüt der Deutschen, antraten. De Maizière verlieh im Auftrag der Bundeskanzlerin auch einen Ehrenpreis der Bundeskanzlerin. Ausgezeichnet wurde der VfB Gelsenkirchen, der sich seit Jahren für die Integration blinder und sehbehinderter Menschen in vermeintlich normale Vereinsstrukturen engagiert.
In ihrer Ansprache sicherte Dagmar Freitag dem Blindenfußball auch für die Zukunft die Unterstützung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages zu. Ebenfalls anwesend waren DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach sowie der ehemalige Außenminister und langjährige Kurator der Herberger-Stiftung Dr. Klaus Kinkel.
| |  |  |  |  | Verfolgten gespannt das Spielgeschehen: Karl Rothmund und DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach |  |
| „Nach nur vier Jahren ist der Blindenfußball ein integraler Bestandteil des Behindertensports in Deutschland“, sagte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund. Frankreich, Spanien und England sind Europas führende Nationen. Weltweit haben 20 Länder eine Blinden-Nationalmannschaft, aber nur in Deutschland gibt es eine nationale Spielklasse. Anfang Juni endet die dritte Saison der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) mit einem Spieltag beim FC St. Pauli in Hamburg. Dort wird dann auch der neue Deutsche Meister im Blindenfußball geehrt werden. Noch fehlt dem Blindenfußball die Breite. Gerade mal neun Mannschaften spielen in der Bundesliga, darunter gibt es keinen geregelten Spielbetrieb. Doch von geschätzt 145.000 blinden Menschen in Deutschland sind nur sechs Prozent 18 Jahre oder jünger. Das Durchschnittsalter der blinden Menschen in Deutschland liegt bei über 70 Jahren. „Wenn wir in ein paar Jahren 50 Mannschaften haben, wäre das ein riesiger Erfolg“, schätzt der Vizepräsident des Deutschen Blinden und Sehbehindertenverbandes, Hans-Werner Lange.
Dass der Blindenfußball indes auch einen weiteren positiven Effekt im alltäglichen Leben hat, verriet Alexander Fangmann, der mit einem stark bandagierten Knöchel gegen die Türken auflaufen wollte: "Ich höre wesentlich besser und auch meine Reaktionszeit hat abgenommen. Seitdem ich spiele, sind die Kollisionen mit Schildern deutlich weniger geworden."
Mehr zum Thema: - Fotogalerie auf www.sepp.herberger.de - Video auf DFV.tv
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