21. Oktober 2011

Am Donnerstag fiel in Berlin der Anstoß zum bundesweit angelegten Schulprojekt „Neue Sporterfahrung“. Für Fußball-Europameister Steffen Freund und Jugendliche aus vier weiterführenden Schulen standen die Sportarten Rollstuhlbasketball und Blindenfußball auf dem Stundenplan beim paralympischen Projekttag in der Sporthalle Neue Roßstraße in Berlin-Mitte. An der Auftaktveranstaltung in der Bundeshauptstadt nahm auch DFB-Vizepräsident Karl Rothmund teil.

Fasziniert vom Blindenfußball - DFB-Trainer Steffen Freund
Fasziniert vom Blindenfußball – DFB-Trainer Steffen Freund

Gemeinsam mit dem 21-maligen Fußball-Nationalspieler und DFB U 17-Trainer lernten die Schüler unter Anleitung paralympischer Spitzensportler, wie koordinativ anspruchsvoll im Rollstuhl sitzend das Dribbeln eines Balls ist und wie ungewohnt und schwierig eine Orientierung beim Fußball ohne Sehvermögen. Ziel der Initiative der Deutschen Telekom ist es, Jugendlichen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen zu geben.

Mit der „Neuen Sporterfahrung“ können Jugendliche an weiterführenden Schulen in Berlin und Brandenburg im Rahmen von Projekttagen den Sportunterricht im Schulhalbjahr 2011/12 völlig neu erleben. „Ich bewundere die Leistungsfähigkeit behinderter Sportler und habe großen Respekt vor ihrer sportlichen Klasse“, sagt Steffen Freund. „Blindenfußball ist eine packende Sportart. Im nächsten Jahr wird die BLINDENFUSSBALL-Bundesliga – unterstützt durch die DFB-Stiftung Sepp Herberger – ihre Spieltage in mehreren großen Städten ausrichten. Ein Besuch lohnt sich.“

„Initiative gibt Schülern ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen“

Gemeinsam in Berlin am Ball - Steffen Freund und DFB-Vizepräsident Karl Rothmund
Gemeinsam in Berlin am Ball – Steffen Freund und DFB-Vizepräsident Karl Rothmund

Angeleitet durch Moritz Klotz, Trainer des Blindenfußball-Bundesligisten BBSV/LFC Berlin und Blindenfußball-Nationaltorwart, Nationalspieler Kofi Osei (BBSV/LFC Berlin) und Bundesligaspieler Marcel Heim (SC Würzburg) sowie den Rollstuhlbasketball-Nationalspielerinnen Edina Müller (HSV Hamburg) und Anna Gerwinat (RSC Berlin) wurde den Schülern deutlich, was Menschen mit Behinderung im Sport und auch darüber hinaus in unserer Gesellschaft leisten können. „Die Initiative gibt Schülern ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen und vermittelt zudem, welche hohen Anforderungen sich bei paralympischen Sportarten stellen. Die neuen Bewegungserfahrungen fördern das Verständnis füreinander und den fairen Umgang miteinander“, betont Moritz Klotz.

Das paralympische Engagement zeigt, dass Kompetenzen wie Toleranz, Fairplay und Respekt spielerisch vermittelt werden können. Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Der Behindertensport hat in der deutschen Hauptstadt einen hohen Stellenwert. Ich freue mich deshalb über das Engagement privater Unternehmen wie der Deutschen Telekom, insbesondere zugunsten integrativer Sportprojekte.“

Auch der Deutsche Fußball-Bund ist als neuer Partner der Initiative vom Engagement überzeugt. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger unterstützt den gesellschaftlich relevanten Ansatz: „Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung auch durch unsere DFB-Stiftungen hat Tradition. Im Bereich des Behindertensports liegt uns der Blindenfußball sehr am Herzen, dem wir mit einer Städteserie unter dem Motto ‚Mitten in der Gesellschaft’ eine öffentliche Bühne bereitet haben. Das wichtige Projekt der Deutschen Telekom unterstützen wir deshalb sehr gerne.“

„Weichen für die Toleranzfähigkeit stellen“

Weitere Partner der Initiative sind der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS). Seit Start im Oktober 2009 haben bereits mehr als 300 Schulen und über 40.000 Jugendliche in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Bayern mit Begeisterung und großem Engagement teilgenommen. In Berlin und Brandenburg nehmen rund 50 Schulen teil.

„Gerade im und durch den Sport kann man vor allem bei jungen Menschen wichtige Weichen für die Toleranzfähigkeit unserer Gesellschaft stellen. Genau diese Brücken machen Förderprojekte wie die ‚Neue Sporterfahrung’ so wertvoll“, ergänzt Stephan Althoff, Leiter Corporate Sponsoring der Deutschen Telekom AG.

Dass die Telekom mit ihrem Engagement richtig liegt, unterstreicht eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Sport + Markt. Demnach ist es 89 Prozent der Befragten wichtig, dass Unternehmen soziale Projekte an Schulen unterstützen. 81 Prozent sprechen sich für die verstärkte Förderung von Integration behinderter und nicht behinderter Menschen an den Bildungsstätten aus und 75 Prozent sind überzeugt, dass Erfahrungen von Schülern in paralympischen Sportarten soziale Kompetenzen stärken.

Informationen zur Telekom-Initiative gibt es unter www.neue-sporterfahrung.de

Informationen zur BLINDENFUSSBALL-Bundesliga gibt es unterwww.blindenfussball.de

Gemeinsam zur Neuen Sporterfahrung - Schülerinnen und Schüler in Berlin
Gemeinsam zur Neuen Sporterfahrung – Schülerinnen und Schüler in Berlin